Die Heimat

Leben an der Salzblume

Seit einigen Jahren leben wir einige Kilometer vom Heimatort enfernt, in Schönebeck. Erst direkt an der Elbe in einer herrlichen Wohngegend in unmittelbarer Nähe der bekannten Salzblume, über die man folgendes sagen kann: Sie steht für die Gemeinschaft Schönebeck und dessen Tradition. Entworfen wurde die Salzblume von einem dänischen Künstler, der diese in der Zeit von 1996 bis 1997 aufs Papier brachte (Auftrag des Elbufer Förderverein Schönebeck e.V.). Von einer Metallbaufirma aus Tornitz wurde die 25 Tonnen schwere, 16 Meter hohe und 12 Meter breite Skulptur aus Stahl (teilweise Edelstahl) gefertigt. Am 23. Mai 1997 wurde sie auf dem Salzblumenplatz enthüllt. Doch was hat dieses “Monster” überhaupt für eine Bedeutung? Schönebeck galt als Ort der Salzgewinnung und des Salzhandels. Diese Tradition verkörpert die Skulptur mit ihrer Gestalt: Das Fundament steht für ein Pfannensalzkristall. Der untere Bereich der Stahlkonstruktion stellt das Fachwerk der Salzspeicher dar. Die dreieckigen Formen stehen für die drei Orte Bad Salzelmen, Frose und Schönebeck, die durch die Salzgewinnung eng verbunden waren. Die zentrale Spitze der Blume stellt ein Steinsalzkristall dar, welches von großen Segeln umgeben ist, die den damaligen Segelschiffsverkehr, aber auch die Schwingen von Möwen symbolisieren. Soviel zur Salzblume und ihrer Entstehung. Da mit zunehmendem Alter auch die Familie größer wurde, waren wir gezwungen diese schöne Gegend gegen das Zentrum von Schönebeck einzutauschen. Aber auch hier lässt es sich gut leben umgeben von schick sanierten alten Mehrfamilienhäusern in einer tollen Altbauwohnung.

Heimatdörfchen Wolmirsleben

Aufgewachsen sind wir in dem kleinen Ort Wolmirsleben in der Börde, in der Mitte von Sachsen-Anhalt, direkt südwestlich von Magdeburg. Wie jedes alte Dorf hat auch dieser Ort eine Geschichte: Im Jahr 937 wurde Wolmirsleben das erste Mal als "Wilmersleve" erwähnt. Der Ort wurde 1227 vom Magdeburger Erzbischof an die Magdeburger Dompropstei übereignet. Ein Teil wurde an das Kloster Berge und an das Kloster Marienstuhl verkauft. Im Dreißigjährigen Krieg verringerte sich die Bevölkerung sehr stark. Im Westfälischen Frieden (1648) wurde der Ort Brandenburg zugeschlagen. Die Verbindungsstraße von Wolmirsleben nach Atzendorf entstand im Jahr 1817. Die Erschließung der Braunkohlengrube "Sophie" erfolgte 1849 und 1925 wurde sie stillgelegt. In der Folge des untertägigen Bergbaus entstanden die Seen in der Umgebung. Die Eisenbahnstrecke von Etgersleben zur Grube "Sophie" wurde 1888 eröffnet und bis 1897 bis nach Unseburg verlängert. Die Züge fuhren hier bis zum 2. Weltkrieg. Der Wasserturm wurde im Jahr 1927/28 mit einem Fassungsvermögen von 100 Kubikmeter und 28 Meter Behälterhöhe erbaut und ist noch heute das Wahrzeichen des Dorfes. Die Seen, die Rad- und Wanderwege entlang der Bode und die herrliche Natur laden heute zum Erholen ein.